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Streuobst. Love.

Alter Apfelbaum auf einer Streuobstwiese im Abendlicht

Was steckt hinter OSTMOST

Wir lieben echte Taten. Wenn wir sagen, dass jeder Schluck Streuobstwiesen unterstützt, meinen wir ein einfaches Prinzip: Durch den Kauf unserer Getränke ermöglichen wir faire Abnahmepreise für heimische Landwirt:innen und fördern konkrete Streuobstprojekte. So schaffen wir gemeinsam die Wertschätzung und Wertschöpfung, um dem Verfall dieser wertvollen Biotope etwas entgegenzusetzen.

So funktioniert der Kreislauf

01 Der Kreislauf

Stell dir vor, du hast Durst …

… greifst zu einer Flasche OSTMOST und setzt damit einen fairen Wirtschaftskreislauf in Gang.

  1. Landwirt:innen

    OSTMOST: Für unser eingekauftes Streuobst zahlen wir Preise über dem konventionellen Marktpreis.

    Unser Ziel: Streuobst wird wirtschaftlich tragfähig.

  2. Streuobst-Projekte

    Äpfel & Konsorten e.V. und Wunjo e.V.

    OSTMOST: unterstützt finanziell und personell.

    Vereine informieren, vernetzen und schützen.

  3. Streuobstwiesen

    Landwirt:innen: Bewirtschaftung ist zukunftsfähig.

    Streuobst-Projekte: Anpflanzung neuer und Erhalt alter Wiesen.

    Unser Ziel: Streuobstwiesen entgehen der Abholzung. Die Vereine erhalten alte Streuobstwiesen und pflanzen neue an.

  4. OSTMOST

    Streuobstwiesen: ungespritzte alte Apfelsorten in Bio-Qualität.

    … und zurück in deine Flasche.

02 Streuobstwiesen

Was sind Streuobstwiesen?

Streuobst wird oft mit Fallobst verwechselt. Dabei beschreibt Streuobst nicht heruntergefallenes Obst, sondern eine besondere Form der Landwirtschaft. Auf Streuobstwiesen wachsen hochstämmige Obstbäume verschiedener Arten und Sorten verstreut auf der Wiese. Anders als in intensiven Plantagen entstehen so vielfältige Lebensräume mit alten Baumhöhlen, blütenreichen Wiesen und ungestörten Rückzugsorten für zahlreiche Tiere und Pflanzen. Genau diese Struktur macht Streuobstwiesen zu einer der artenreichsten Kulturlandschaften Mitteleuropas und das, obwohl sie landwirtschaftlich genutzt werden. Naturschutzverbände sprechen von mehr als 5.000 Tier-, Pflanzen- und Pilzarten, die hier Nahrung, Schutz und ein Zuhause finden.123

5.000+ Tier-, Pflanzen- und Pilzarten

Doch dieser einzigartige Lebensraum ist bedroht.

Seit den 1950er-Jahren sind große Teile der deutschen Streuobstbestände verschwunden. Wirtschaftlicher Druck, die Umwandlung in intensiven Erwerbsobstbau und die Bebauung von Flächen haben dazu geführt, dass heute nur noch ein Bruchteil der einstigen Streuobstwiesen erhalten ist – der NABU geht von 70–80 % Verlust aus. Der Erhalt von Streuobstwiesen bedeutet deshalb weit mehr als den Erhalt alter Apfelsorten – er schützt eine der artenreichsten Kulturlandschaften Europas.13

70–80 % Verlust seit den 1950er-Jahren

Reife Äpfel an einem hochstämmigen Streuobstbaum
„Da wo wir Streuobst einsetzen können, tun wir es.“

03 Fair Trade

Fair Trade vor der Haustür

Wir zahlen faire Preise für Bio-Streuobst über dem konventionellen Marktniveau.

In jeder Flasche OSTMOST Schorle, Saft oder Cider steckt Streuobstsaft. Je nach Produkt bewegt sich der Anteil zwischen 20 % und 100 %. Da wo wir Streuobst einsetzen können, tun wir es. Wir sind nicht nur davon überzeugt, dass Streuobstwiesen aus Naturschutz-Gründen erhaltungswürdig sind, sondern auch von der Qualität und dem Geschmack der altbewährten Obstsorten, die dort wachsen.34

20–100 %

Streuobstanteil in unseren Flaschen, je nach Produkt

Details weiter unten!

Die Ernte und Pflege von den Hochstamm-Bäumen auf Streuobstwiesen ist jedoch mit viel Handarbeit und Aufwand verbunden. Auf dem konventionellen Massenmarkt lohnt sich das für Höfe oft nicht mehr, da sie mit Obst von Plantagen konkurrieren, das zu niedrigeren Preisen angeboten werden kann. Wir zahlen für unser Streuobst daher Preise über dem konventionellen Marktniveau und wollen damit einen Beitrag leisten, diese traditionelle Form der Landwirtschaft zu erhalten.3

04 Partner

Wem dein Schluck OSTMOST wirklich hilft

Wir arbeiten eng mit der Kelterei BioContor Elm GmbH zusammen, die für uns Obst einkauft und verarbeitet. Der BioContor vertritt dieselbe Philosophie wie wir, dass Streuobst faire Preise braucht, um langfristig auf der Landkarte zu bleiben.

05 Streuobstanteil

Wie viel Streuobst steckt in unseren Produkten?

Basis ist immer der Saft alter Apfelsorten von heimischen Streuobstwiesen, auf denen keine synthetischen Pflanzenschutzmittel eingesetzt werden. Daneben nutzen wir auch Saft aus Pflaumen, Birnen, Quitten und Mirabellen von Streuobstwiesen. Diese werden gemischt mit Saft von anderen Bio-Obstsorten, Bio-Gemüse und Bio-Kräutern … und bei den Schorlen natürlich Wasser und Kohlensäure.11

Bis zur Linie ist die Flasche Streuobst

  • 53% Streuobst

    Paradies

    Schorle · 0,33 l

  • 40% Streuobst

    Apfel-Kirsch

    Schorle · 0,33 l

  • 60% Streuobst

    Apfel

    Schorle · 0,33 l

  • 55% Streuobst

    Apfel-Minze

    Schorle · 0,33 l

  • 38% Streuobst

    Johannisbeere

    Schorle · 0,33 l

  • 50% Streuobst

    Apfel-Ingwer

    Schorle · 0,33 l

  • 20% Streuobst

    Rhabarber

    Schorle · 0,33 l

  • 50% Streuobst

    Holunderblüte

    Schorle · 0,33 l

  • 100% Streuobst

    Apfel

    Saft · 0,33 l & 0,7 l

  • 60% Streuobst

    Apfel-Möhre

    Saft · 0,7 l

  • 96% Streuobst

    Paradies

    Saft · 0,7 l

  • 82% Streuobst

    Apfel-Johannisbeere

    Saft · 0,7 l

  • 80% Streuobst

    Apfel-Kirsche

    Saft · 0,7 l

  • 85% Streuobst

    Apfel-Ingwer

    Saft · 0,7 l

  • 100% Streuobst

    Mild

    Cider · 0,33 l

  • 100% Streuobst

    Wild

    Cider · 0,33 l

Und Limo & Eistee? Zitronen und Orangen wachsen bekanntlich nicht auf heimischen Streuobstwiesen. Für unsere Limos und Eistees setzen wir deshalb auf ökozertifizierten Plantagenanbau.

06 Projekte

Projektförderung

Mit einem Teil der Erlöse aus all unseren Getränken, auch aus Limo und Eistee, fördern wir Streuobst-Initiativen in den Regionen, in denen unsere Getränke besonders beliebt sind: Berlin, Brandenburg und Sachsen. Wir überweisen aber nicht nur Geld, sondern machen Öffentlichkeitsarbeit für Projekte, organisieren gemeinsame Events und stehen regelmäßig selbst mit auf den Wiesen, um bei Pflanz- und Pflegemaßnahmen tatkräftig anzupacken.12

07 Alte Sorten

Alte Sorten – das genetische Erbe der Natur

  • Roter Boskoop
  • Kaiser Wilhelm
  • Champagner Renette
  • Gelbe Schafnase
  • Schöner von Boskoop
  • Rote Sternrenette
  • Geheimrat Dr. Oldenburg
  • Prinz Albrecht von Preußen
  • Ruhm von Thüringen
  • Freiherr von Berlepsch
  • Geflammter Kardinal
  • Biesterfelder Renette
  • Schöner von Nordhausen
  • Rote Walze
  • Minister von Hammerstein
  • Geheimrat von Breuhan
  • Königlicher Kurzstiel
  • Roter Stettiner
  • Agathe von Klanxbüll
  • Gehrer Rambour
  • Gewürzluiken
  • Halberstädter Jungfernapfel
  • Luisenhofer Sämling
  • Roter Trierer Weinapfel
  • Zwiebelborsdorfer

… und das sind nur ein paar davon

Während in modernen Intensivplantagen meist nur wenige Standard-Tafelsorten für den Supermarkt-Ertrag angebaut werden, bewahren Streuobstwiesen eine jahrhundertealte Sortenvielfalt. Hunderte traditionelle Apfelsorten – wie der Rote Boskoop, der Kaiser Wilhelm oder die Champagnerrenette – bringen jeweils ganz eigene Aromen, eine hohe Anpassungsfähigkeit an den Klimawandel oder eine natürliche Widerstandskraft mit. Dieses genetische Erbe ist nicht nur ein Kulturgut, sondern die Basis für unverfälschten, vielschichtigen Geschmack.34

08 Polyphenole

Die Kraft alter Sorten: Polyphenole

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Beispiel: Quercetin

Polyphenole sind natürliche Pflanzenstoffe, die Äpfel vor Witterung, Schädlingen und Krankheiten schützen. Sie gehören zu den am besten erforschten sekundären Pflanzenstoffen. Wissenschaftliche Studien beschäftigen sich seit vielen Jahren mit ihren antioxidativen Eigenschaften und ihrer Bedeutung für die menschliche Ernährung. Untersuchungen zeigen, dass viele alte Apfelsorten deutlich höhere Polyphenolgehalte aufweisen als zahlreiche moderne Tafelapfelsorten. Auch in Säften aus traditionellen Streuobstsorten wurden häufig höhere Polyphenolgehalte gemessen als in vergleichbaren Säften aus modernen Sorten.567810

Polyphenole können zudem mit bestimmten im Apfel enthaltenen Eiweißbestandteilen wechselwirken. Verschiedene Forschungsprojekte, unter anderem des Allergiezentrums der Charité Berlin und der Hochschule OWL, sowie langjährige Beobachtungen des BUND Lemgo deuten darauf hin, dass viele Menschen mit birkenpollenassoziierter Apfelallergie bestimmte alte Apfelsorten besser vertragen als zahlreiche moderne Sorten. Die individuelle Verträglichkeit kann jedoch unterschiedlich sein.79

Was den Apfel in der Natur schützt, sorgt im Glas für mehr Charakter, mehr Aroma und den unverwechselbaren Geschmack alter Sorten.568

§ Quellen

  1. 1

    NABU – Streuobst: Einzigartiger Lebensraum für Tiere, Pflanzen und Obstsorten

    nabu.de (öffnet in neuem Tab)
  2. 2

    BUND Niedersachsen – Lebensraum Streuobstwiese

    bund-niedersachsen.de (öffnet in neuem Tab)
  3. 3

    Bundesamt für Naturschutz (BfN) – Streuobstbestände in Deutschland

    bfn.de (öffnet in neuem Tab)
  4. 4

    Bayerische Landesanstalt für Landwirtschaft (LfL) – Streuobst in Bayern

    streuobst-in-bayern.de (öffnet in neuem Tab)
  5. 5

    Garnweidner (2006) – Vergleichende Untersuchungen des Polyphenolgehaltes und der antioxidativen Kapazität von Apfelsäften aus Streuobst- und Plantagenanbau

    bund-lemgo.de (öffnet in neuem Tab)
  6. 6

    Chemisches und Veterinäruntersuchungsamt Stuttgart (CVUA) (2006) – Hoher Polyphenolgehalt in Apfelsäften aus Baden-Württemberg

    cvuas.untersuchungsämter-bw.de (öffnet in neuem Tab)
  7. 7

    Bernert et al. (2012), Hochschule OWL – Polyphenolgehalt in alten und neuen Apfelsorten im Bezug auf allergene Wirkungen

    bund-lemgo.de (öffnet in neuem Tab)
  8. 8

    BUND Lemgo (2021) – Analyseergebnisse zu 112 Apfelsorten

    bund-friedrichshafen.de (öffnet in neuem Tab)
  9. 9

    BUND Lemgo – Apfelallergie

    bund-lemgo.de (öffnet in neuem Tab)
  10. 10

    BUND Lemgo – Äpfel als Quelle der Gesundheit

    bund-lemgo.de (öffnet in neuem Tab)
  11. 11

    OSTMOST, BioContor Elm und Partnerbetriebe – Produktspezifikationen, Rezepturen und Lieferantenerklärungen (interne Dokumentation)

    Interne Dokumentation

  12. 12

    OSTMOST – Dokumentation Projektförderung und Projektpartnerschaften (interne Dokumentation)

    Interne Dokumentation

Für Informationen zu unseren Dokumentationsstandards und der Zusammenarbeit mit Partnerbetrieben kontaktiere uns gerne unter hallo@ostmost.berlin mit dem Hinweis „interne Dokumentation“.